
Kurz gesagt: Reifen einlagern kostet bei uns ab 39 € pro Saison und Radsatz, versichert. Marktüblich liegt die Einlagerung beim Fachbetrieb je nach Radgröße bei etwa 20 bis 60 € pro Saison. Wer zu Hause lagert, spart das Geld, braucht aber Platz, Dunkelheit und stabile Temperaturen.
Was kostet es, Reifen einlagern zu lassen?
Bei uns beginnt die Einlagerung bei 39 € pro Saison für einen kompletten Radsatz. Darin enthalten sind die Sichtprüfung auf Schäden und Verschleiß, das Messen der Profiltiefe, die Anpassung des Luftdrucks, die Markierung der Laufposition und die versicherte Lagerung.
Marktüblich, je nach Fahrzeug und Werkstatt, bewegen sich die Preise bei etwa 20 bis 60 € pro Saison. Große Zollgrößen und SUV-Räder liegen dabei am oberen Rand, weil sie mehr Platz und Handhabung brauchen. Radwäsche und Radwechsel kommen in der Regel separat dazu.
| Leistung | Preis bei uns | Hinweis |
|---|---|---|
| Einlagerung Radsatz | ab 39 € pro Saison | versichert, inkl. Prüfung, Luftdruck, Markierung |
| Radwäsche | ab 19 € pro Satz | maschinell, nur zusammen mit der Einlagerung |
| Radwechsel beim Ein- und Auslagern | ab 39 € pro Satz | abhängig von Fahrzeug und Radgröße |
Preise inkl. MwSt., Stand September 2026. Bei sehr großen Rädern oder starker Verschmutzung kann der Preis abweichen, das sagen wir Ihnen vor dem Termin.
Einlagerung beim Fachbetrieb oder Keller: Was lohnt sich?
Rein rechnerisch ist der Keller günstiger. Die Frage ist, ob die Bedingungen dort stimmen und ob der Aufwand realistisch ist. Ein Radsatz mit 19-Zoll-Kompletträdern wiegt schnell über 100 kg. Den viermal im Jahr Treppen hoch und runter zu tragen, ist für viele der eigentliche Grund für die Einlagerung beim Fachbetrieb.
| Kriterium | Lagerung zu Hause | Einlagerung beim Fachbetrieb |
|---|---|---|
| Kosten | keine direkten | ab 39 € pro Saison |
| Platzbedarf | rund 0,5 m² dauerhaft | keiner |
| Transport | zweimal jährlich selbst | entfällt |
| Bedingungen | abhängig von Keller oder Garage | trocken, dunkel, temperaturstabil |
| Versicherung | über Hausrat, oft eingeschränkt | bei uns im Preis enthalten |
| Zustandskontrolle | selbst | bei jeder Ein- und Auslagerung |
Der letzte Punkt wird oft unterschätzt: Fällt bei der Prüfung auf, dass ein Reifen die kommende Saison nicht mehr sinnvoll übersteht, erfahren Sie das Monate vorher und nicht erst am Wechseltermin, wenn schnell entschieden werden muss.
Wie lagert man Reifen zu Hause richtig?
Es kommt auf drei Dinge an: trocken, dunkel und kühl bei möglichst gleichbleibender Temperatur. UV-Licht und Ozon lassen Gummi altern, Nässe fördert Korrosion an Felge und Stahlgürtel, und starke Temperaturschwankungen setzen dem Material zu. Ein trockener Kellerraum ist ideal, eine sonnige Garage oder der Balkon sind es nicht.
- Kompletträder liegend stapeln oder auf einen Felgenbaum hängen, nie stehend
- Reifen ohne Felge stehend lagern und etwa monatlich weiterdrehen
- Vor dem Einlagern gründlich reinigen: Streusalz und Bremsstaub greifen Felgen an
- Bei Kompletträdern rund 0,5 bar mehr Luftdruck einfüllen, um Verformung vorzubeugen
- Laufposition markieren (VL, VR, HL, HR), damit der Satz korrekt zurück ans Fahrzeug kommt
- Abstand zu Heizung, Ölen, Lösungsmitteln und elektrischen Geräten halten
Reifenhüllen sind ein zweischneidiges Thema. Sie halten Staub ab, schließen aber auch Feuchtigkeit ein, wenn die Räder nicht vollständig trocken eingepackt werden. Wer sie nutzt, sollte die Räder vorher wirklich durchtrocknen lassen.
Was passiert, wenn Reifen falsch gelagert werden?
Der Gummi wird spröde und bekommt feine Risse, meist zuerst in den Flanken und im Übergang zur Lauffläche. Das sieht harmlos aus, verringert aber die Nasshaftung und im Extremfall die Belastbarkeit des Reifens. Stehende Lagerung über Monate kann außerdem zu Standplatten führen, die sich als Vibration im Lenkrad bemerkbar machen.
Das Tückische daran: Das Profil sagt darüber nichts aus. Ein Reifen mit 6 mm Profil kann durch schlechte Lagerung deutlich schlechter sein als einer mit 4 mm aus fachgerechter Lagerung. Zeigen sich nach der Montage Vibrationen, die durch normales Wuchten nicht verschwinden, hilft das Spezialwuchten auf der Road Force Elite weiter, weil dabei Höhenschlag und Kraftschwankung mitgemessen werden.
Wie lange darf man Reifen lagern?
Sachgerecht gelagerte Reifen sind mehrere Jahre haltbar. Als Faustregel gilt, dass ein Reifen ab etwa sechs Jahren kritisch beobachtet und ab zehn Jahren ersetzt werden sollte, unabhängig vom Profil. Das Alter lesen Sie an der DOT-Nummer in der Flanke ab: Die letzten vier Ziffern nennen Woche und Jahr der Herstellung, „2223“ steht für die 22. Woche 2023.
Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Höchstalter für Pkw-Reifen nicht, anders als bei Anhängern mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit über 100 km/h. Vorgeschrieben ist dagegen die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm nach § 36 StVZO. Für Winterreifen empfehlen wir deutlich mehr, weil Grip auf Schnee und Nässe schon vorher deutlich nachlässt.
Muss ich Reifen vor dem Einlagern waschen?
Ja, und zwar aus einem Grund, der die Felge betrifft, nicht den Reifen. Eingebrannter Bremsstaub und vor allem Streusalz greifen Lack und Schutzschichten über Monate hinweg an. Sind diese Schichten erst geöffnet, beginnt die Oxidation. Bei Alufelgen erkennen Sie das an matten, weißlichen Stellen, an denen später der Lack abplatzt.
Erreicht die Korrosion die Auflagefläche zur Nabe oder das Felgenhorn, wird daraus ein Sicherheitsthema, weil Rad und Reifen nicht mehr sauber sitzen. Auf Wunsch waschen wir Radsätze vor der Einlagerung maschinell, auch in den schwer erreichbaren Speichenbereichen.
Was verrät die Prüfung vor der Einlagerung?
Vor der Einlagerung prüfen wir jedes Rad auf Schäden an Flanke und Felgenhorn und messen die Profiltiefe an mehreren Stellen. Am meisten sagt ungleichmäßiger Verschleiß, weil er meist auf die Achsgeometrie zurückgeht. Ist ein Reifen innen deutlich stärker abgefahren als außen, sprechen wir Sie darauf an. Dann lohnt sich eine Achsvermessung nach der Montage des anderen Satzes, sonst fährt sich auch dieser einseitig ab.
Was ist mit den Reifendrucksensoren während der Einlagerung?
Reifendrucksensoren im Rad arbeiten mit einer Knopfzelle, die sich nicht tauschen lässt. Ist sie leer, muss der komplette Sensor ersetzt werden. Sensoren halten rund sechs Jahre und schalten im Stillstand in einen Ruhemodus, die Lagerung selbst kostet also kaum Energie.
Ein Sensor, der beim Auslagern keine Werte mehr sendet, ist trotzdem ärgerlich, weil der Reifen für den Tausch noch einmal von der Felge muss. Fällt schon beim Einlagern ein Sensor auf, sagen wir Ihnen das. Dann lässt sich der Tausch beim nächsten Wechseltermin miterledigen, statt einen zweiten Termin zu brauchen.
Wann sollte ich den Wechseltermin anfragen?
Früher, als die meisten denken. Im Frühjahr und im Herbst laufen in kurzer Zeit sehr viele Radwechsel zusammen. Wir arbeiten grundsätzlich mit mehreren Wochen Vorlauf, in der Hochsaison mit mehr. Rechtzeitig Termin sichern und Stress vermeiden.
Eine brauchbare Faustregel ist „von O bis O“, also Winterreifen von Oktober bis Ostern, mit einem Termin, der einige Wochen vorher angefragt wird. Nennen Sie bei der Anfrage für den Wechseltermin Fahrzeug, Radgröße und ob Ihre Räder bei uns lagern. Dann steht der Satz geprüft und auf Wunsch gewaschen bereit, wenn Sie kommen.
Gut zu wissen
Häufige Fragen
Was kostet die Einlagerung eines Radsatzes bei JP-Reifen?
Ab 39 € pro Saison und Radsatz, versichert. Enthalten sind Sichtprüfung, Profilmessung, Anpassung des Luftdrucks und Markierung der Laufposition. Bei sehr großen Rädern oder starker Verschmutzung kann der Preis abweichen, das sagen wir Ihnen vorher.
Sind meine Räder während der Einlagerung versichert?
Ja, die Versicherung ist im Preis ab 39 € pro Saison enthalten. Bei der Lagerung zu Hause greift in der Regel die Hausratversicherung, oft aber mit Einschränkungen bei Kellerräumen und Garagen. Ein Blick in die Police lohnt sich.
Kompletträder liegend oder stehend lagern?
Kompletträder mit Felge werden liegend gestapelt oder auf einen Felgenbaum gehängt. Reifen ohne Felge lagern stehend und sollten etwa monatlich weitergedreht werden, damit sich keine Standplatte bildet.
Wie alt dürfen Reifen sein?
Ein gesetzliches Höchstalter für Pkw-Reifen gibt es nicht. Als Faustregel sollte ein Reifen ab etwa sechs Jahren kritisch beobachtet und spätestens nach zehn Jahren ersetzt werden. Das Herstellungsdatum steht als DOT-Nummer in der Flanke.
Wie viel Profil brauchen Winterreifen noch?
Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 mm nach § 36 StVZO, das gilt für alle Reifen. Bei Winterreifen lässt die Wirkung auf Schnee und Nässe aber schon deutlich vorher nach, weshalb ein früherer Wechsel sinnvoll ist. Wir messen bei jeder Einlagerung nach.
Kann ich Räder bei Ihnen einlagern, ohne den Radwechsel dort zu machen?
Ja. In der Regel verbinden wir beides, weil der Satz dann direkt vom Fahrzeug ins Lager geht und Sie nichts transportieren müssen. Bringen Sie einen Satz separat, prüfen und lagern wir ihn genauso ein.
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von Jan Phillip Lang, Inhaber von JP-Reifen & KFZ Service, fachlich geprüft. Preise und Intervalle sind Erfahrungswerte aus unserer Werkstatt, Stand Oktober 2026. Sie ersetzen keine Prüfung Ihres konkreten Fahrzeugs.

